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Libri Stamsenses (LiSt) – Digitalisierung, Erschließung und virtuelle Zusammenführung der mittelalterlichen Handschriften der Stifts<strong>bibliothek</strong> Stams – Universität Innsbruck

Libri Stamsenses (LiSt)

– Digitalisierung, Erschließung und virtuelle Zusammenführung der mittelalterlichen Handschriften der Stiftsbibliothek Stams

Stams, Stiftsbibliothek, Cod. 13, Bl. 82r.

Mit der Erschließung und Digitalisierung der Handschriften des 1273 gegründeten Zisterzienserstift Stams im Tiroler Oberinntal hat die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol in Zusammenarbeit mit dem Stift Stams einen der größten erhaltenen mittelalterlichen Bücherbestände im Tiroler Raum online zugänglich gemacht . Die etwa 300 Handschriften, die sich seit der Aufhebung des Stiftes Anfang des 19. Jahrhunderts an der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol befinden, bilden mit den etwa 70 in der Stamser Stiftsbibliothek befindlichen sowie Streubeständen in der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart (vormals Fürstlich-Fürstenbergische Hofbibliothek Donaueschingen), der Staatsbibliothek zu Berlin, der Bayerischen Staatsbibliothek in München und im Prämonstratenser Chorherrenstift Wilten und im Zisterzienserstift Zwettl ein wertvolles Ensemble, das nun virtuell wieder zusammengeführt ist. Eine besondere Quelle für die Rekonstruktion des mittelalterlichen bibliotheksbestandes stellen der einzige im Tiroler Raum aus dem Mittelalter erhaltene bibliothekskatalog sowie eine seltene Entlehnliste aus der Frühzeit des Klosters dar.

Anlässlich des 750-Jahr-Jubiläums des Stiftes Stams 2023 digitalisierte die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol die Stamser Handschriften, die sich an der ULB Tirol sowie in der Stamser Stiftsbibliothek befinden, und stellte sie mit Erschließungsdaten und Ergebnissen der Wasserzeichenanalyse online. Die Handschriften Stamser Provenienz sind über die Digitale bibliothek der Universität Innsbruck, ULB : Digital, über das österreichische Handschriftenportal manuscripta.at sowie die Plattform für österreichisches Kulturgut „Kulturpool“ abrufbar. Ergänzend wird künftig die virtuelle Ausstellung „Bibliotheca Stamsensis digital. Auf den Spuren verstreuter Bücherschätze“ (in Ausarbeitung) eine bestands- und institutionenübergreifende Recherche bieten.

Damit wird nicht nur ein Beitrag zur Bewahrung und Zugänglichkeit dieses kulturellen Erbes geleistet, sondern auch die Voraussetzung für eine lohnende Tiefenerschließung und weitere Beforschung dieses einmaligen Quellenschatzes geschaffen.

Digitalisierung und Erschließung wurden ermöglicht durch eine Förderung Bundesministeriums für Kunst, Kultur, Öffentlichen Dienst und Sport im Rahmen des Förderprogramms „Kulturerbe digital“ 2023–2024, finanziert aus dem EU Fonds NextGenerationEU, sowie durch Eigenleistung der ULB Tirol. Wasserzeichenanalyse und Präsentation in manuscripta.at erfolgten in Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

 

Projektteam:

Eva Ramminger (Projektleitung/Leitung der ULB Tirol)

Anna Pinter und Claudia Schretter-Picker (Projektkoordination)

Felix Mairhofer, Christian Mang, Samuel Niederkofler, Sophia Watschinger, Maria Wilhelm, Paul Volz (Digitalisierung und Erschließung), unterstützt durch Vera Maria Kathrein

Maria Stieglecker, Österreichische Akademie der Wissenschaften (Wasserzeichenanalyse)

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